
Am 1. Januar 2007 startete das neue präventiv ausgerichtete Programm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit dem Programm wurde sich zum Ziel gesetzt, gerade bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.
Im Förderschwerpunkt „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ entwickeln Kommunen zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen Lokalen Aktionsplan (kurz: LAP). Dieser beruht auf einer Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristige integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.
Für die Erstellung und jährliche Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans erhalten die Kommunen 100.000 Euro, mit Hilfe derer dann konkrete Einzelprojekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans finanziert werden können.
Auch der Bezirk Treptow-Köpenick hat seit dem 01.10.2007 einen solchen LAP. Mehr Information zum LAP Treptow-Köpenick finden Sie unter folgendem Link: www.lap-tk.de
Die rechtsextreme Szene von Berlin und Brandenburg will am 5.Dezember 2009 in Königs Wusterhausen für ein so genanntes „Nationales Jugendzentrum“ demonstrieren, wie zuvor seit 2003 in Berlin, zumeist in Treptow-Köpenick.
Wir haben es geschafft, dass der Dezember in Berlin dieses Jahr nazifrei bleibt.
Egal wo die die Feinde der Demokratie für ihre menschenverachtenden Ziele mit dumpfen Parolen aufmarschieren, wir werden zeigen, dass wir gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Rassismus stehen.
Wir rufen dazu auf, die Gegenaktionen der Zivilgesellschaft in Königs Wusterhausen lautstark und bunt zu unterstützen. Mit der S-Bahn S46 ist man schnell dort.
Treffpunkt ist 11.00 Uhr in der Karl-Marx-Straße, vor der Stadtverwaltung, gegenüber vom Bahnhof, von dort wird eine Demonstration zum
Fontane-Platz führen, wo zwischen 10.00 und 16.00 ein multikultureller Weihnachtsmarkt der demokratischen Parteien stattfindet.
Wir sind lauter, wir sind bunter, wir sind mehr!
Bevor der Nikolaus kommt treten wir den Nazis auf die Stiefel!
Aktuelle Infos unter www.mbr-berlin.de und in der Tagespresse.
Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick
Schirmherrin Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin(SPD)
ErstunterstützerInnen:
Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin Lichtenberg(Die Linke)
Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf (Die Linke)
Dirk Retzlaff, Bezirksstadtrat Treptow-Köpenick (SPD)
Dr.Hans Erxleben, MdBVV Treptow-Köpenick (Die Linke)
Matthias Schmidt, MdBVV Treptow-Köpenick (SPD)
Weitere UnterstürtzerInnen:
Vorstand des Berliner VVN-BdA
Evrim Baba, MdA Die Linke Berlin
Judith Demba, LAG Antifaschismus Die Linke Berlin
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Treptow-Köpenick und die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler laden Sie recht herzlich zum Fest für Demokratie und Toleranz am Bahnhof Schöneweide ein. Unter dem Motto „Schöneweide l(i)ebt bunt“ wollen wir zeigen, wie vielfältig und lebendig das Leben in unserem Bezirk ist.
11 Uhr Treffpunkt l 11.30 Uhr Start l Michael-Brückner-Platz Fest-Umzug für Demokratie (Aufruf als PDF) Warum ein „Fest für Demokratie und Toleranz – gegen Angsträume“ am Bahnhof Schöneweide?
Angsträume nennen wir Orte, an denen potenzielle Opfer Gefahr laufen von Rechtsextremen bedroht oder angegriffen zu werden. Vor allem Migrant/innen, alternative Jugendliche, Schwule und Lesben sowie Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren oder als „nicht deutsch“ wahrgenommen werden, betreten den Bahnhof mit einem unguten Gefühl. Für sie stellt der Bahnhof und dessen Umfeld weiterhin ein Angstraum dar. Wie in den Vorjahren wollen wir deshalb mit diesem Fest symbolisch und konkret zeigen, dass wir für ein demokratisches und buntes Miteinander eintreten und uns mit den potentiellen Opfergruppen rechtsextremer Gewalt solidarisieren.
Programm
Auf den beiden Bühnen wird ein buntes Programm aus Bands, Tanzgruppen und Polittalk geboten:
Neben den Bühnen finden Sie folgende Highlights:
Veranstaltet von:
Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow Köpenick, Netzwerk für Integration von MigrantInnen Treptow-Köpenick
Gefördert durch:
Kulturamt Treptow-Köpenick, Jugendförderung Treptow-Köpenick, Lokaler Aktionsplan Treptow-Köpenick
Unterstützt durch:
offensiv’91 e.V., Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD), Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), Studenten der BEST-Sabel Berufsfachschule für Design, Young Voices
Presseerklärung des Bündnisses zum 1.Mai 2009: Erfolgreicher Protest gegen braune Demagogen
Wenn 3000 Menschen zu unseren lauten und bunten Kundgebungen und einer kraftvollen Demonstration gegen das sogenannte Maifest der Volksverhetzer von der NPD nach Köpenick kamen, dann ist das ein großer Erfolg für die Zivilgesellschaft. Das zeugt auch von der Mobilisierungsfähigkeit der beteiligten Bündnisse.
Von allen Rednerinnen und Rednern (u.a. aus der Bundespolitik Frau Pau (Vizepräsidentin Bundestag/Die Linke), Herr Wasserhövel(Bundesgeschäftsführer/SPD) und Herr Gysi(Fraktionsvorsitzender im Bundestag/Die Linke), aus der Landespolitik Frau Herrmann(Grüne) Herr Momper(Parlamentspräsident des Abgeordnetenhauses/SPD und Herr Piening(Senatsbeauftragter für Integration) wurde ein Verbot der NPD gefordert. Großen Beifall erhielten auch die Vertreter der Bezirke Treptow-Köpenick Herr Schneider (stellv.Bezirksbürgemeister) und Frau Emmrich, Bezirksbürgermeisterin aus Lichtenberg sowie der Stadionsprecher des 1.FC Union für ihre klaren Wort gegen jede Form von Rechtsextremismus.
Die Rechtsextremen trauten sich erst aus ihrer Bundeszentrale auf den Mandrellaplatz als der Großteil der Demokratinnen und Demokraten bereits abgereist war.
Wir danken allen Berlinerinnen und Berlinern, die durch ihre Teilnahme ein deutliches Zeichen gegen die demokratiefeindliche Politik der NPD gesetzt haben
Zu kritisieren ist das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei bei der massiven Behinderung während der Anreise der Kundgebungsteilnehmer, aber auch gegen Besucher der Jugendeinrichtung Cafe in der Seelenbinderstraße.
Aufruf: 1. Mai 2009: Der 1.Mai gehört den Demokraten!
Die rechtsextreme NPD will am 1.Mai den Köpenicker Mandrellaplatz für eine Kundgebung missbrauchen. Das fordert den Protest der Zivilgesellschaft heraus! Auch deswegen, weil Rudolf Mandrella, der Namensgeber des Platzes, 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ von den Faschisten hingerichtet wurde und nun nicht kommentarlos von Neonazis vereinnahmt werden darf.
Es ist immerhin ein Erfolg von antifaschistischen Aktivitäten der Demokratinnen und Demokraten im Bezirk, dass die NPD ihre Anmeldung für einen Aufmarsch durch Köpenick zurückziehen musste.
Wir rufen alle demokratisch gesinnten Berlinerinnen und Berliner und alle demokratischen Parteien auf, sich gemeinsam gegen die neue rechtsextreme Provokation zu engagieren und sich an Protestaktionen am 1. Mai zu beteiligen. Wir treffen uns ab 10.00 Uhr am Bahnhof Köpenick vor dem Einkaufszentrum Forum Köpenick zu einer Gegenkundgebung und zeigen Gesicht! Anschließend führt eine Demonstration in Richtung Platz des 23. April.
Der 1.Mai muss – genauso wie alle anderen Tage des Jahres - nazifrei bleiben!
Es ist an diesem Tag auch möglich, die Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“ in der Puchanstraße oder die Veranstaltung „Kessel Buntes“ im „Cafe“ Seelenbinderstraße 54 zu besuchen.
Aktuelle Infos sind auf der Homepage der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (www.mbr-berlin.de) zu finden.
Gabriele Schöttler, Bezirksbürgermeisterin Treptow-Köpenick, Schirmherrin des Bündnisses
Treffpunkt: 10 Uhr S-Bhf Köpenick